Montag, 28. September 2015

Welcome to the Cyr's

Hallo :)

Am Dienstag bin ich 5 Wochen in Kanada. Und zwar hier: In Nanaimo an der Südostküste der Insel.


Ich habe schon extrem viel erlebt, habe mich aber entschieden die Blogeinträge gestückelt und chronologisch raus zu schicken. 


Meine Ersten Wochen bei den Cyr's

Wie viele von euch wissen, bin ich im Homestay Programm der Vancouver Island University (VIU). Das bedeutet, dass ich bei einer Gastfamilie in Nanaimo lebe. Meine kanadische Familie für vier Monate ist Familie Cyr.

 Das sind die Eltern Neil und Jeniffer und die VIER Kinder William (19), Alyssa (bald 18), Kaylee (16) und Jessica (15). William wohnt allerdings nicht mehr zuhause, er studiert auf dem Festland in Vancouver. 
Vier Teenie-Mädchen, das kann "witzig" werden? Japp, das dachte ich mir auch.





Jedenfalls war ich extrem aufgeregt, als ich mit dem Flugzeug nach 12 Stunden Flugzeit in Vancouver gelandet bin. Noch aufgeregter war ich allerdings als mein Koffer nicht kam. Leider war auch die allererste Kanadierin mit der ich gesprochen habe die so ziemlich unfreundlichste Kanadierin, die ich getroffen habe, denn sie sagte mir, dass sie nichts für mich machen könne und ich hätte Pech gehabt. Geil... Man steht am Flughafen, ist einfach nur am... und kriegt seinen Koffer nicht. Nachdem ich mich bei einem Polizist ausgeheult hatte (ja... das habe ich wirklich getan) bin ich zu einem anderen Herrn des Lost Luggage gegangen, der zum Glück herausfand, dass mein Koffer noch eine Runde in Amsterdam chillen wollte. Sie versprachen mir, ihn am nächsten Tag einfliegen und mir nach Hause bringen zu lassen.
Der Moment war also gekommen, in ein kleines Brummer-Flugzeug zu steigen und auf die Insel zu fliegen, wo meine kanadische Familie auf mich warten würde. Aufgeregt, och nöö, Herz ist nur n bisschen eskaliert in dem Moment als ich den "Flughafen" in Nanaimo betreten habe.

Da hat die ganze Familie Cyr auf mich gewartet und so viel Anspannung ist von mir abgefallen. Die Mädels waren auch unglaublich aufgeregt. Der erste Abend - ist klar- war ziemlich beschissen. Neues Haus, neue Stadt, neues Land, neue Familie!?! Kein Koffer?! Am Anfang war ich im Büro untergebracht, weil die Cyrs noch eine für den Rest-August eine japanische Studentin da hatten. 

Ja... die ersten Tage waren beschissen. Ich denke die meisten von euch, die diesen Post hier lesen haben in irgend einer Form mitbekommen, dass ich wie ein kleines Häufchen Elend und wie eine scheue Katze in diesem Haus gefangen war, weil ich nicht wirklich etwas zu tun hatte, ein Jetlag hatte des Grauens und Heimweh, dass man es sich nicht vorstellen kann. Mein Kopf war total in Deutschland, ich habe nach deutscher Zeit gelebt, die kompletten Vormittage mit skypen verbracht und mir eingeredet, dass meine kanadische Familie meine verquollenen Augen nicht sieht. In dieser Woche hatte ich NICHTS zu tun, was nicht gut war. Sie haben mir die Umgebung gezeigt, die Mall, sind mit mir 6 Kilometer um einen See gelaufen, als mein Jetlag am schlimmsten war (ich bin fast gestorben haha) und haben mir den Strand gezeigt. Ich habe außerdem Stunden damit verbracht, mit Kaylee (16) Scrubs und Disney Filme zu schauen. Es war ziemlich scheiße muss ich sagen. 

Das Essen war am Anfang grauenhaft, da es nur Fastfood die ersten Tage gab und ich dachte, das sei die Regel. 

PNE-Besuch

An meinem ersten Sonntag war ich sehr aufgeregt, weil ein Familienausflug nach Vancouver zur Pacific National Exhibition oder so geplant war.

 Wir sollten mit der Fähre rüber fahren (dauert 1,5h) und dort William und die Großeltern treffen und auf diese PNE laufen. Sie sagten mir es ist wie eine Messe und ein Rummelplatz.
Hm. Es war seltsam. Alle waren extrem aufgeregt, William mal wieder zu sehen und ich war das fünteste Rad am Wagen überhaupt. Ich muss gestehen, dass ich von den Mädels extrem genervt war an dem Tag haha. Die PNE... Man muss es sich so vorstellen. AMERIKANISCH. Ein riesiges Areal, wo man Glücksrad spielen kann, ein Haus gewinnen, Shows besuchen... 
Wir haben diese Hundeshow besucht, die meine Familie extrem geil fand und ich einfach nur dachte "wie gestört seid ihr eigentlich".Ich finde die Bilder sagen alles haha.



Da gab es auch eine Show von den Mounties mit ihren Pferden, was ziemlich cool war und eine Messehalle mit allem möglichen Zeug, was das Hausfrauen-Herz so begehrt. Auch hier konnte man sehen, dass die hier total auf "made in Germany" abfahren...Auch wenn man noch nie von diesen Firmen gehört hat, ihr vllt?


Pferdeshow

German WC Wunder, bekanntes Firma hier....













Neil, Jessica, ich, Kaylee und William


Dieser Messetag war ganz nett, wie man so schön sagt. Ich habe mitbekommen, was man so als kanadische Familie cool findet und bin endlich mal raus gekommen. Es war eine Erfahrung haha.





Familienleben bis jetzt

Das hört sich alles ja nicht sooo cool an. Keine Sorge, es sind ein paar Wochen ins Land gezogen und mittlerweile will ich meine Familie durch nichts eintauschen! Ich bin praktisch eine Cyr. Elli Cyr - ich sage den Kanadiern immer, dass ich Elli heiße, weil sie es einfach nicht auf die Reihe kriegen meinen Namen auszusprechen... Ich bin sehr froh, bei den Cyrs zu leben! Wir kochen zusammen, lachen zusammen, schauen Filme, zocken Mario Kart (extrem wichtig) und unternehmen Dinge zusammen. Ohne Neils Hilfe hätte ich viele Dinge nicht auf die Reihe gekriegt. Meinen Koffer kriegen, einen Buspass kriegen.... Ich habe ihm im Gegenzug viel über Deutschland erklärt. Dass Heinecken zum Beispiel KEIN deutsches Bier ist (ihr hättet mein Gesicht sehen sollen, als er das behauptet hat...) und viele andere Dinge über Deutschland. Er würde am liebsten ins nächste Flugzeug hüpfen und nach Deutschland gehen. Hier seht ihr ein paar Eindrücke von meinem Family Leben der letzten Wochen.
Geburtstagsessen für Oma Peacock
MARIO KART
Hot Pot Geilheit

Mein kleiner extra kleine-Menschen Küchentisch

Jetzt habe ich grade vergessen, was ich sonst noch schreiben wollte. Ah.. ja. Von unserem Küchenfenster aus sieht man das Meer, wir wohnen auf einem Hügel (von dem es viele auf dieser Insel gibt!). Meine Familie lacht mich immer aus, weil ich stundenlang am Küchenfenster sitze. Für die ist das ja auch ganz normal hier. Sie gehen auch nie zum Strand. Ich muss zugeben, dass ich auch nicht so oft gehe - was schade ist, weil es der beruhigendste Ort überhaupt sein kann. Ich muss, um zum Strand, den ihr gleich sehen könnt ca 15 min den Hügel runterlaufen in einer wunderschönen Nachbarschaft (ICH LIEBE DIE HÄUSER hier, wie bei den Sims!!) und dann noch um die hundert Treppen haha. Das ist alles schön und gut, aber hoch gehen ist schlimm.

Lange Rede, kurzer Sinn, hier sind Eindrücke von meinem Weg und meinem "Haus-Strand".






 Schön oder?

Also ihr Lieben. Wenn ihr es bis hier geschafft habt, bin ich ziemlich stolz auf euch. Das wird wohl einer der längsten Posts sein. Es wird besser ab jetzt. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Bitte schreibt gerne Kommentare, schreibt mir wie es euch gefallen hat, Verbesserungsvorschläge etc. Ich vermisse euch sehr und freue mich extrem von zuhause zu hören. Tut mir leid, dass ich das mit den Bildern noch nicht so raus habe.

Liebste Grüße aus dem Land von Justin Bieber!

PS: Ich habe schon einen kleinen Eintrag vorbereitet, aber ich wollte ihn nicht gleich raus hauen, weil das niemand gelesen hätte haha.

PPS: Okay, das mit den Bildern klappt bei blogger einfach gar nicht und sie lassen sich nicht so verschieben wie ich das haben wollte, die unteren habe ich mit Powerpoint gemacht. Ich check das noch irgendwie. Sorry :D




Kommentare: